Obsttörtchen für die Fastenzeit

Schokolade besteht bekanntlich aus Kakao. Kakao wächst an Bäumen und ist aus diesem Grund als Obst einzustufen.

Deshalb habe ich heute zur Abwechslung eine Charge Obsttörtchen mit Obstganache gemacht. Es sind die saftigsten Obsttörtchen, die ich je gemacht habe, und weil ich ja schon einige Rezepte ausprobiert habe, kann ich das beurteilen.

Das Rezept ist supereinfach, und eigentlich hat man die Zutaten immer im Haus (zumindest in einem halbwegs ordentlich bestückten Haushalt). Und zum Zusammenrühren reicht auch der Handmixer, es bedarf hier nicht ausgeklügelter Technik.

Der Teig besteht wie immer aus trockenen und nassen Zutaten. Ich persönlich benutze immer zwei Schüsseln, in die eine gebe ich zunächst die lungengängigen Materialien rein:

100 g Mehl

45 g Backkakao

1 TL Backpulver

1/2 TL Natron

1 Prise Salz

Das ganze schön zusammenrühren, damit sich alles gut vermengt.

In die zweite Schüssel kommen dann

2 Eier

75 g Zucker weiss

75 g Zucker braun (ich bin da nicht dogmatisch, wenn ich keinen braunen Zucker habe, nehme ich einfach noch mal 75 g weissen Zucker).

Das rührt ihr dann schon mal schaumig. Dann gebt ihr zu der Zuckereiermasse noch 80 ml Öl (ich nehme Sonnenblume – Raps habe ich auch schon ausprobiert, aber Rapsöl hat einen gewissen Eigengeschmack, der mir persönlich bei den fertigen Kuchen dann zu sehr durchgeschmeckt hat) und 120 ml Buttermilch dazu. Achtung!! Wenn ihr keine Buttermilch zur Hand habt, könnt ihr auch 120 ml normale Milch nehmen und die mit dem Saft einer halben Zitrone, Limette oder auch Orange “ansäuern”. Ich habe auch schon einen Esslöffel Balsamico-Essig reingegeben, das klingt komisch, aber nach dem Backen schmeckt der Essig nicht durch. Es geht bei dem Buttermilch-Dings auch lediglich darum, zusammen mit dem Natron aus der Staubschüssel ordentlich Triebkraft für den Teig zu erzeugen.

Das flüssige muss dann ins staubige – ich mach’ das portionsweise – glaubt mir, es ist besser so.

Den Teig (der übrigens für Teigverhältnisse eine niedriviskose Konsistenz aufweist, vulgo: er ist ziemlich flüssig) füllt ihr dann in die Muffinförmchen. Hier empfehle ich unbedingt den Gebrauch von Papierförmchen. Die Cupcakes sind nach dem Backen nämlich supersaftig und fluffig, und ihr würdet sie never ever wieder aus der Metallform rauskriegen. Es sei denn, ihr löffelt sie direkt aus der Backform – das ist auch mal eine Idee für verregnete Hamburger Sommerabende…

Die Förmchen sollten hier nicht mehr als bis zur Hälfte gefüllt werden, sonst backt der Teig über und bleibt auch wieder mit dem oberen Teil an der Form kleben. Nicht schön. 25 min bei 150 Grad reichen. Zu trocken sollen sie nicht werden.

Für den Sprotz habe ich hier und heute 400 g Vollmilchkuvertüre gehackt und dann mit 200  ml kochender Schlagsahne übergossen (Profis sagen dazu auch Ganache 🙂 ). Die kann man nicht nur zum Überziehen von Torten benutzen, sondern in dieser Rezeptur auch einfach bei Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann mit dem Mixer aufschlagen. Dann wird sie etwas heller und man kann mit Tülle und Spritzbeutel schöne Schokohäubchen auf die Cupcakes spritzen.