Zucker ist Teufelszeug…

Ha. Welch reisserische Überschrift!!!  Und gelogen ist es auch noch. Die Dosis macht das Gift. Aber trotzdem hatte ich die Idee, mal was total Verrücktes auszuprobieren, und so erinnerte ich mich an ein Rezept, das ich vor einiger Zeit schon mal gemacht hatte (die damit beglückte Kollegin G. aus B. ist nämlich nicht so ein Süßschnabel).

Das Original nennt sich Irish Soda Bread und ist eigentlich nix anderes als ein zuckerfreier Kuchenteig, den ich im vorliegenden Fall noch mit Rosmarin und Basilikum angereichert habe. Damit’s nicht zu vegan wird *muhaha* habe ich noch 200 g Schinkenwürfelchen untergemengt. Da könnt ihr dann die Menge an Salz eventuell reduzieren, es sei denn, ihr mögt es eher salzig (so wie der Kollege D. aus C. 🙂

Für 12 Muffins habe ich folgende Mengen verwendet:

  • 250 g Dinkelmehl Typ 1150
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Backnatron
  • 1 TL Backpulver
  • 140 ml Buttermilch
  • 1 gerührtes Ei
  • Kräuter nach Geschmack / 200 g Schinkenwürfel

Die Zubereitung ist wie bei süssen Muffins auch. Ihr mengt erst die trockenen Zutaten zusammen und gebt dann die nassen dazu. Für das Original Brotrezept soll man dann die Arbeitsfläche bemehlen und das alles dann mit den Händen u einem glatten Teig verkneten. Die Sauerei könnt ihr euch sparen, mixt das alles einfach mit dem Handmixer zusammen. ACHTUNG: Der Teig neigt dazu, die Rührstäbe hochzuklettern wie das Efeu an der Mauer, da solltet ihr etwas Obacht walten lassen, wenn ihr nicht bis zur Schulter in Sodabreadteig eingesponnen und von Schäferhunden angefressen in der Küche gefunden werden wollt.

Ein weiterer Trick ist dann das Backen an sich – ich habe die Erfahrung gemacht, dass zuwenig Zucker im Teig dazu führt, dass der letztgenannte wie Hölle in den Papierförmchen kleben bleibt. Nun ist ja hier gar kein Zucker drin – ich habe mir so beholfen, dass ich erst gar keine Papierförmchen benutzt und stattdessen das Muffinblech mit Backtrennspray eingesprüht und den Teig dann da direkt eingefüllt habe.

Bei 150° backe ich die Törtchen dann zwischen 20 und 25 Minuten.

Lecker sind sie so auch schon – man könnte sie wie ein Brötchen aufschneiden und Butter drauftun. Oder Käse. Oder was auch immer. Ich hatte mich dafür entschieden, zwei Sorten Frischkäse (Kräuter und Tomate-Chili) zusammen aufzuschlagen und dann mit der Sternchentülle eine hübsche Frischkäsewolke draufzuspritzen. Was auch gut darauf schmeckt, ist einfach weisser Frischkäse, der mit kleingehackten Lauchzwiebeln und Rächer- äh, Räucherlachs püriert wird. Dann würde ich allerdings die Speckwürfelchen im Teig weglassen.